Das Investmentjahr 2013 markierte mit einem Transaktionsvolumen von 30,87 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien nicht nur den besten Umsatz der letzten sechs Jahre, sondern stellte auch einen neuen Rekord bezogen auf das investierte Eigenkapital auf. Nach Berechnungen von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) wurde von den Anlegern mit gut 19 Milliarden Euro so viel Eigenkapital in deutsche Immobilien investiert, wie nie zuvor in den letzten zehn Jahren. Seitdem analysiert BNP Paribas Real Estate bereits die Finanzierungssituation.

 

Im Boomjahr 2007 lag dieser Wert bei einem Investmentumsatz von über 59 Milliarden Euro dagegen lediglich bei gut 16,5 Milliarden Euro. Ein Indiz hierfür ist auch, dass der Preisanstieg sich erheblich stärker im Core-Segment vollzogen hat als im Bereich von value-add und opportunistischen Produkten. Der Renditeabstand zwischen diesen unterschiedlichen Marktsegmenten ist erheblich größer als in den Vorkrisenjahren. Hochwertige Objekte in Top-Lagen mit markt- und objektgerechter Vermietungssituation werden von den Anlegern zu Recht als Qualitätsmerkmal für ein langfristig werthaltiges Investment herangezogen.

 

Bei value-add und opportunistischen Produkten, die nicht zuletzt aufgrund der Knappheit von Core-Objekten aktuell wieder auf etwas stärkeres Interesse der Investoren treffen, konnte dagegen nur ein sehr moderater Preisanstieg beobachtet werden. Die Upside-Potenziale, die in vielen Fällen ohne Frage vorhanden sind, werden vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Finanzkrise von den Anlegern heute behutsamer kalkuliert, was sich in konservativeren Kaufpreisen ausdrückt als etwa 2006 und 2007.

 

Quelle: immobilien-magazin.at